Wirtschaft
Die Wirtschaft wird durch den hohen Anteil des Dienstleistungssektors an der Bruttowertschöpfung (rund 80%) geprägt. Lediglich 1 Prozent der Erwerbstätigen sind in der Landwirtschaft und 13 Prozent in der Industrie beschäftigt. Größte Gruppen im tertiären Sektor sind Kreditwesen und Versicherungsgewerbe, gefolgt von Handel, Gastgewerbe und Transport.
Den Grundstein zu Luxemburgs Wohlstand legte die Stahlindustrie im Süden des Landes. Seit der Krise in den 70er Jahren hat sie jedoch kontinuierlich an Bedeutung verloren. Dank der Diversifizierungs-Bemühungen der jeweiligen luxemburger Regierungen sind seitdem weitere Industrien hinzugekommen, wie Chemie und Kautschukproduktion (z.B. Autoreifen), globale Kommunikationsunternehmen (RTL und SES-Astra) sowie in den letzten Jahren vor allem Unternehmen aus dem High-Tech- bzw. Internet-Bereich.
Luxemburgs Erfolg beruht auf einer beeindruckenden Liste positiver Standortfaktoren wie seiner geografischen Lage, seiner Mehrsprachigkeit und seiner hohen Stabilität. Für die regionale Wirtschaft gilt das Großherzogtum Luxemburg als Flaggschiff mit wachsender Bedeutung für den Wirtschaftsraum Großregion (Luxemburg und die angrenzenden Regionen Frankreichs, Belgiens und Deutschlands). Auch dem Tourismus kommt eine wichtige Rolle zu: Das als "grünes Herz Europas" bekannte Großherzogtum Luxemburg kann auf eine beachtliche Entwicklung seiner Tourismusbranche verweisen.
Obwohl Luxemburgisch die Landessprache ist, beherrschen viele Luxemburger Staatsbürger auch die deutsche und die französische Sprache. In der Geschäftswelt ist die englische Sprache gängig.


